120 Jahre jung, seit über 40 Jahren aktive Mitglieder der „Harmonie“ 1865 St.Wendel.

120 Jahre musikalische Schwergewichte

120 Jahre geballte, musikalische Schwergewichte

Diesen beiden „musikalischen Schwergewichten“ durften die Musikkameraden/Innen des Stadtorchesters 1865 „Harmonie“ St.Wendel zum jeweils runden 60. Geburtstag gratulieren.

Hildegard (Klarinette) und Günter (Trompete) Hoffmann, sie in Erfweiler-Ehlingen im Mandelbachtal er in Namborn geboren, lernten sich vor fast genau 40 Jahren anlässlich einer Konzertreise des derzeitigen Eisenbahnorchesters 1865 „Harmonie“ nach Rezé les Nantes, der St.Wendeler Partnerstadt, näher kennen.

Nachdem sie sich 1981 das Jawort gaben, vervollständigten ein Sohn und eine Tochter das kleine Familienglück; ganz klar, dass auch diese beiden ein Musikinstrument erlernten und in der „Harmonie“ mitspielten.

7 Dirigenten, mehrere Gastdirigenten, 10 Vorsitzende aber leider auch unzählige Musiker sahen die Jubilare während ihrer langen Mitgliedschaft in der „Harmonie“ kommen und gehen.

Auch in Zeiten, in denen es dem Verein mal nicht so gut ging, war für sie neben dem Musizieren die Übernahme eines Ehrenamtes eine Selbstverständlichkeit:

Günter im Amte des Schriftführers, Hildegard zuständig für das Noteninventar, waren beide langjährige, treue und zuverlässige Vorstandsmitglieder.

Einen musikalischen Blumenstrauß, gebunden mit „Hello, Mary Lou“, „The Saints in Rock“ und „Hawaii 5-0“ überreichten die Musikkameraden des Stadtorchesters dem strahlenden Jubelpaar.

Ganz explizit wünschten sich beide Geburtstagskinder jeweils einen flotten Marsch:

„Jubilissimo“ und „In Harmonie vereint“.

Hätte hier ein anderer Musikwunsch treffender sein können?

Ein Klarinetten – Terzett rundete das Geburtstagsständchen mit 3 Klezmer Arrangements ab.

150 Jahre „Harmoniemusik“ in St.Wendel – 25 Jahre Stadtorchester 1865 „Harmonie“ St.Wendel

Die St.Wendeler „Harmonie“ feiert in diesem Jahr ihr 150 jähriges Wiegenfest.
Es ist eine beeindruckende Zahl: 150 Jahre „Harmonie“ St.Wendel
Aus den Überlieferungen ergibt sich, dass die Musik und die Gemeinschaft alle Generationen immer wieder verbunden haben. Die Geschichte der „Harmonie“ ist aber nicht nur lang, sondern wechselvoll und nicht zuletzt geprägt durch zwei Weltkriege.
Selbstverständlich gab es schon vor Gründung der „Harmonie“ 1865 ein reges Musikleben in St.Wendel. Dies ist in früheren Festschriften ausführlich dokumentiert, das älteste bekannte Zeugnis ist die Erwähnung eines Trommelschlägers und Pfeifers von 1533.
Von 1816 – 1834 ist St.Wendel kleine Residenzstadt des Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Herzogin Luise war eine Liebhaberin schöner Künste, förderte insbesondere die Musik und legte in St. Wendel den Grundstock zur Ausübung der Blasmusik. Im September 1826 wurde ein „Städtischer Musikverein“ gegründet. Da dies eindeutig ein Vorläufer der „Harmonie“ war, könnte man im Jubiläumsjahr 2015 eigentlich sogar schon das 189. Jahr in St.Wendel existierender Blasorchester feiern.
Mit dem Anschluss an Preußen 1834 wird St. Wendel Kreisstadt im Regierungsbezirk Trier, das Musikleben scheint etwas einzuschlafen.
Der 30.9.1865 gilt als offizielle Geburtsstunde der St.Wendeler „Harmonie“. An diesem Tage trat das Statut des Musikvereins „Harmonie“ in Kraft.
Schon vor Verabschiedung des Statuts findet man seit dem Frühsommer 1865 Hinweise über Auftritte des Orchesters:
„…der Kapellmeister Bergmüller führte 1848 nochmals seine getreue Musikerschar, wie anno 32, zum Freiheitsfest auf den Bosenberg. Notenhalter kannte man damals noch nicht. Um die Noten zum Ablesen vor sich zu haben, marschierte vor jedem Bläser ein Junge, dem die Noten auf den Rücken geheftet waren. Der ungewohnte Alkoholgenuss machte den Schritt des Bläsers und Notenträgers unsicher und so wird der Abstieg vom Bosenberg nicht so ganz tonrein gewesen sein.“

Hier einige Auszüge aus dem BLIES-NAHE-KURIER:
„Sonntag, den 18. d. M. spielt die Harmonie auf dem Gudesberg bei ausgezeichnetem Bock- und Lagerbier“ (Ausgabe Nr. 71 vom 17.06.1865)
„Harmonie spielt in der Sommerwirtschaft ECHO am Sonntag, 23. d. M. unter der Leitung des Musikdirektors G. Wilhelm“ (Ausgabe Nr. 85 vom 20.07.1865)
„Gastwirtschaftseröffnung – am Sonntag, 30. d. M. wird eine neue Gastwirtschaft eröffnet. Es spielt die Harmonie unter der Direktion Herrn Musikdirektor G. Wilhelm“ (Ausgabe Nr. 89 vom 29.07.1865)
„Tivoli“ – Sonntag 6. d. M. Harmonie unter der Leitung des Musikdirektors G. Wilhelm, Anfang 4 Uhr“ (Ausgabe Nr. 92 vom 05.08.1865)
Aber auch damals schon wollte man der Quotenregelung Rechnung tragen. In einem Presseaufruf vom 5. Mai 1865, explizit an die Damen gerichtet, hieß es:

Die „Harmonie“ St.Wendel ist auch mit diesem Gründungsdatum eines der ältesten Orchester des Saarlandes und war beispielsweise bei Gründung des Städtischen Orchesters Saarbrücken (also des Vorläufers des Saarländischen Staatsorchesters) 1912 bereits 47 Jahre alt.
An Krisen hat es wohl auch nicht gemangelt. Beispielsweise ruhte im Jahre 1875 die musikalische Tätigkeit für einen kurzen Zeitraum bis: „ …der derzeitige Organist J.J.Trier nahm die Fäden wieder auf und gründete die Gesellenvereinsmusik. Da ihre Proben bei einem frischem Trunk Wasser abgehalten wurden, erhielt die Gesellschaft den Namen „Wasserbrüdermusik“. Doch bei den Nachsitzungen im goldenen Esel zeigten sich die Bläser als trinkfest.“

Während dieser 150 Jahre trug die „Harmonie“ ganz unterschiedliche Vereinsnamen:
 „Städtischer Musikverein“
 „Gesellenvereinsmusik“
 „Städtischer Musikverein „Harmonie“ St.Wendel“
 „Eisenbahnorchester 1865 „Harmonie“ St.Wendel“ (hier nicht zu verwechseln mit einer Eisenbahnkapelle, die sich nach Umbenennung des originalen Eisenbahnorchesters 1865 „Harmonie“ in St.Wendel neu rekrutierte)
 und nicht zuletzt seit nunmehr genau 25 Jahren „ Stadtorchester 1865 „Harmonie“ St.Wendel“
17 Vereinsvorsitzende und 19 Dirigenten standen den verschiedenen Orchestervereinigungen vor, die Anzahl der über die vielen Jahre aktiven Musiker dürfte sich wohl jenseits von 1000 befinden.
Heute zählt das Stadtorchester 1865 „Harmonie“ St.Wendel neben Ehrenmitgliedern und inaktiven Mitgliedern 34 aktive Musiker. Es musiziert seit etwa einem Jahr in einer Orchestervereinigung mit dem Musikverein Selbach zusammen.
Die „Harmonie“ feiert ihr Jubiläum am Samstag, den 10.Oktober 2015 um 20:00 Uhr mit einem kurzen obligatorisch-festlich ersten Teil.
Der 2. Teil beschert den treuen Zuhörern des Stadtorchesters einen ganz besonderen musikalischen Leckerbissen: Nach ihren Erfolgskonzerten „We Sing & friends – Musicalgala und Galakonzert “ konnte die „Harmonie“ dieses wunderbare, 4 köpfige Vokalensembles mit Begleitband mit dem Namen „WE SING & frends“ zu seinem Festabend für sich gewinnen.
Tags darauf beginnt um 14:00 Uhr die Präsentation befreundeter Musikvereine mit dem passenden Slogan: „Geburtstagsständchen für den Jubilar“.Beide Veranstaltungen finden im Saalbau zu St.Wendel statt.
Aushang                         Orchestervereinigung

Jahreskonzert 2015 – Im Saalbau ist Musike

Konzert Im Saalbau ist Musike - Samstag, 7. März 2015, 20:00 Saalbau St. Wendel

Am Samstag, dem 7. März 2015 findet um 20 Uhr unser Jahreskonzert 2015 statt!

Mit dabei:
Orchestervereinigung „Harmonie“ St. Wendel-Selbach  – Dirigent: Dirk Ost
Viktoria Bick, Sopran
Dominik Kornadt, Bassbariton
Trio Nostalgio – Dietmar und Andreas Federkeil, Jürgen Letter

Eintritt 12 € / Schüler 10 €
Karten erhältlich bei allen Musikern und Buch & Papier Klein

Ständchen zum 60.

Die Probe am 10.1.14 haben unsere Musikkameraden Albert und Heinz genutzt, um anlässlich ihrer 60. Geburtstage im vergangenen Herbst einen Umtrunk mit Imbiss zu veranstalten.

Natürlich hat sich das Orchester dafür mit einem Ständchen bedankt! Dabei ist dieses Bild entstandenen – mit den Jubilaren in typischer Haltung 😉

Lieber Albert, lieber Heinz, vielen Dank für den schönen Abend!Ständchen zum 60. von Albert und Heinz

Stadtorchester 1865 „Harmonie“ St. Wendel begibt sich auf eine musikalische Europa-Reise

Am Sonntag, den 15. September, startet das Stadtorchester ab 17:00 Uhr im Saalbau St. Wendel eine musikalische Reise durch das grenzenlose Europa.

Als musikalischer Reiseleiter wird der neue Dirigent Christophe Hellmann die Zuhörer durch verschiedene europäische Länder unterschiedlichster Kulturen führen, die sich widerspiegeln in vielen bekannten Melodien und charakteristischen Musikstücken.

Dazu gehören beispielsweise keltische Rhythmen mit Höhepunkten aus der Tanzshow „Lord of the Dance“ oder klassische Melodien aus der Operette „Eine Nacht in Venedig“ oder der Oper „Hänsel und Gretel“. Bei der Reise durch Spanien erklingt das bekannte „Concierto de Aranjuez“ sowie Ausschnitte aus der Oper „Carmen“. Auf der Reise durch Schweden begegnet man Welthits der Gruppe ABBA sowie dem ergreifenden Lied „Gabriellas Song“.

Erstmalig kann das Orchester die Sopranistin Viktoria Bick, den Bariton „Fisherman“ Axel Schweizer sowie das Ensemble der Ballettschule Charles Bankston als Solisten begrüßen.

Karten gibt es zum Preis von 10 € (ermäßigt 8 €) im Vorverkauf bei Buch & Papier Klein und bei allen Musikern sowie an der Abendkasse.